20Juni
2019

Landskrona und das schwedische Münster/Westf.

Nach dem Frühstück verließen wir Helsingborg mit dem Ziel Landskrona. Angekommen stellten wir fest, dass die Festung gerade renoviert wird und es noch keine Führungen durch den Gefängnisturm gibt. Allerorts macht man sich bereit für die Saison. Dann laufen wir eben einmal um den Burggraben und schauen links und rechts des Weges, damit der Weg hierher nicht ganz umsonst war. Dort entdeckten wir die Gärten die rund um die Zitadelle angelegt waren.

 Landskrona 1

Außerdem ist bis zu unserem nächsten Ziel noch ein wenig Zeit zu überbrücken,  bei dem wir zu Mittag essen wollen. Dort treffen wir kurz vor high noon ein. Die Lachsräucherei von Stefan Pallson, der Lachs nicht nur einfach räuchert, wie ihr euch denken könnt. Er veredelt ihn mit allerlei Gewürzen, Beeren oder Flüssigkeiten. Sein Lachs wird auch in Buckingham Palace gegessen, so sagt man. Kerstin entscheidet sich eine gemischte Platte mit gedünstetem, kalten Lachs und geräuchertem Lachsaufschnitt zu nehmen. Manuela hat sich auf ein Stück geräucherten Whisky-Lachs gefreut. Sensationell lecker! Auf einer Bank vor dem Geschäft aßen wir in der Sonne und beobachteten das rege Treiben. Irgendwie sind auch die Schweden auf 12 Uhr Mittagszeit geeicht 😁

Gestärkt fuhren wir weiter in die Universitätsstadt Lund.
 
Die Stadt erinnert Manuela an Münster mit seinen Studenten, Tausenden von Fahrrädern und der astronomische Uhr im Dom.

 
Auf dem wunderbaren Universitätsgelände entdecken Kerstin und Manuela Ecken, die in Hogwarts liegen müssen. Harry Potter lässt grüßen. 

Neben neoklassizistischen Prunkbauten stehen alte Backsteingebäude die mit Efeu bewachsen sind und Studenten liegen auf dem Rasen in der Sonne.

Wir überlegen, ob wir noch in den nahegelegenen Lunda-Park gehen und entscheiden uns dagegen, da gleich die astronomische Uhr im Dom ‚schlägt'. Im Dom angekommen sind noch ein paar Minuten Zeit. Kerstin schaut sich den Dom an und Manuela setzt sich in die erste Reihe vor die Uhr. Es ist 15 Uhr und sie tritt in Aktion. Ein Amy macht Fotos, dreht ein Filmchen, die Menge schaut und lauscht. Kerstin ist enttäuscht, dass der Hokuspokus nur 5 Minuten gedauert hat. Die Uhr knackt und knarzt noch ein zweimal, dann ist bis morgen Mittag wieder Ruhe eingekehrt.

 
Manuela überzeugt Kerstin die Saluhallen am Martenstorget zu besuchen. Es tut sich eine ganz andere Welt als in Göteborg auf, mit der nach unserem dafürhalten richtigen Mischung aus Ständen und Restaurants. Schade dass wir noch satt sind.

Natürlich wanderte etwas in unseren Rucksack, in der Hoffnung das es bis zu Hause nicht schmilzt. Schokotasting ahoi!  

Nachdem wir Tessa ausgelöst hatten, fuhren wir nach Malmö weiter.  

Wir checkten in unserem modernen Hotel mit unbehandelten Betonwänden, teilweise über Putz (welcher Putz?) verlegten Stromleitungen und bodentiefem Riesenfenster mit Blick auf Malmö ein und Manuela war verzückt.

Wir schnallten erneut unsere Laufschuhe um und schauten uns Västra Hammen und den Turning Torso an.

Västra1Västra2Västra3

Der Malmö Titanic Point eröffnet uns an diesem sonnigen Tag einen tollen Blick auf die Öresund-Brücke. Manuela spielte kurz König der Welt und weiter ging es ein Restaurant für den Abschluss eines gelungenen Tages zu suchen.

VästraEssen 

Der Fußweg ins Hotel zog sich wie Kaugummi. Todmüde fielen wir uns Bett.

19Juni
2019

Helsingborg

Wir hatten ein frühes und leckeres Frühstück, umzingelt von amerikanischer Freizeitradlern in den 60ern. Respekt! Heute Vormittag stand der Besuch der Villa Abelin in Norvikken auf dem Programm, das hatten wir gestern nicht mehr geschafft. Kurz bevor die Tore öffneten trafen wir ein. Der Park der Villa ist als 7 verschiedene Gärten gestaltet. Hinter dem Tor erstreckten sich aber zunächst riesige, frisch gemähte Rasenflächen und... da fuhr doch etwas über den Rasen...und da auch ... hatten wir aus Versehen das Husquana Testgelände betreten? Husq1 

Manuela war fasziniert! Als sie sich lösen konnte, gingen wir weiter in den Park hinein. Kerstin brachte ihren Fotoapparat gerade vor einem Rhododendron in Pose, als sie dieser gelenkige Bruder fast über den Haufen fuhr.

Husq2

Mit einem eleganten Hüpfer brachte Kerstin ihren Fotoapparat (und sich) in Sicherheit. Puha, nochmal gutgegangen. Uns sollten noch ettliche Husqies begegnen, wir waren nun aber vorgewarnt 😁 , so dass die restliche Besichtigung unspektakulär verlief.

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So eine Besichtigung macht ja auch durstig und wir beschlossen im Cafe der Villa die Speisekarte zu studieren. Kerstin nahm ein Beef-Smørebröd und Manuela den Midsommar Hering. Wir setzten uns unter schattenspendende Äste und genossen unser ausgezeichnetes Essen.  (Beweis ist Manuela's Vorher-Nachher Teller)

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Dann brachte uns Tessa mit einem Stopp-over bei dem Fabrikverkauf von Vavären Leinen nach Helsingborg zurück. Wir suchten im Ramlösa-Park erfolglos den Brunnen und fuhren ins Hotel. Nachdem wir Tessa auf dem Hof mit den anderen Autos spielen geschickt hatten, liefen wir zum Kärnan.

Kärnan

Die Sonne brannte weiterhin unerbittlich und wir erklommen die 120 Stufen mit einiger Mühe. Das sah wohl ein Mann, der unvermittelt zwei Stufen auf einmal nahm und wie ein junger Hirsch an uns vorbei rannte. Angeber 😊 , der. Oben angekommen war zunächst Fotoshooting der Stadt angesagt. Es war sehr stürmisch und Kerstin's Haare wehten ihr ins Gesicht. Oh je, Manuela war mit Chewbacca verreist... Der Fotoapparat war für das Bad Haircrime Foto nicht schnell genug am Start, sorry Folks.

Vor dem Abstieg ein Eis im Park im Schatten, dann auf zum nächsten Fotomodell, dem Rathaus. Nach ein paar Schritten auf der Hafenpromenade, sahen wir dem Sonnenuntergang bei einem Glas Wein zu.

Timjan u tångHelsingborg

 

18Juni
2019

am Wegesrand nach Helsingborg

Nach einem guten Frühstück brachen wir drei Mädels (Kerstin, Tessa und Manuela) auf nach Schloss Tjolöholm, unterhalb von Kungsbacka. Bis zur nächsten Führung dauerte es noch anderthalb Stunden und so schauten wir uns auf dem Gelände um.

Schloss Tjolöholm    Schloss Tjolöholm Entree   Schloss Tjolöholm 3  

Wir fanden auch noch Zeit um ein wenig zu 'wandern'

 

Und Quatsch zu machen

Schloss Tjolöholm wandern 2Schloss Tjolöholm wandern 3

Der Selfie-Stick hatte sich doch jetzt schon gelohnt! Puhä, stöhnte Manuela. Ist das schwer das Ding gleichzeitig zu halten, locker zu wirken und das Motiv optimal einzufangen. Das üben wir die nächsten Tage nochmal.

Die Führung war dann auf schwedisch, weil noch keine Saison ist. Da half auch kein Babbel. Die authentisch gekleidete Schlossführerin hatte jedoch Erbarmen mit uns und wir durften eine kurze Zusammenfassung in unserer Sprache lesen. Ich sag mal so: lesen, schauen und zuhören ob sie dem Script treu bleibt, ist auch für eine Frau eine Herausforderung.

Als die Führung nach einer Stunde zu Ende war, erstanden wir im Schloss Shop noch DINGE. Als Manuela und Kerstin bei Tessa ankamen, wies sie auf den hoffnungslos überzogenen Zeitplan hin... So wurde kurzerhand die Prioliste neu gestaltet und einiges fiel aus dem Programm.

Wir fuhren weiter nach Varberg um die Stelzenhäuser im Meer zu sehen. Manuela entfuhr ein 'oh, hier ist das' und wir entschieden uns Tessa nicht zu verlassen. Kerstin erhaschte einen Blick aus dem Auto, reicht. Das Stelzenhaus ist zwar schön, aber bereits von Manuela fotografisch festgehalten worden. Once upon a time...

Nächster Stopp Falkenberg um den Fluss Ätran anzusehen, den die Lachse zum Laichen durchqueren.

Lachsfluss ätran

Nur ohne Lachse.😢 noch nicht einmal auf dem Teller, da die Restaurants erst in einer guten Stunde aufmachten. So spannend war nun Falkenberg auch nicht. Ich nehme es vorweg, wir sind nicht verhungert. Eine Asiatin (nein, es handelt sich nicht um Tessa) gab uns eine warme Mahlzeit ohne uns wirklich zu verstehen. Sie schwedisch, wir denglisch.

Gestärkt fuhren wir in unser Hotel nach Helsingborg. Gingen zum Wasser, schlenderten die Promenade runter, tranken unseren ersten Alkohol im Pub. Die Sonne hing am Horizont. So geht's.

15Juni
2019

Göteborg: gelandet

Endlich Urlaub!

In Göteborg angekommen nehmen wir unsere Tessa (Auto) in Empfang. Entgegen Manuela's Befürchtung ist Tessa ein Luxusweib! Manuela macht sich kurz mit der roten Schönheit bekannt und fährt voller Elan los, als Kerstin eine abrupte Vollbremsung aus den Träumen reißt. Upps, da hätte das Kupplungspedal sein sollen. Zum Glück war kein Auto hinter uns.

Im Hotel angekommen schmiedeten wir bei Kaffee und Kuchen den Plan für den restlichen Tag. Es war schwül warm und bedeckt, daher entschieden wir uns Eriksberg zu besichtigen. Eriksberg ist ein Stadtteil von Göteborg auf dem einmal Werften und nun Neubauten stehen.

 

Während wir zwischen den Häusern und am Wasser entlang bummelten, fing es an zu nieseln. Wir flüchteten in ein Fischrestaurant auf einem alten Kahn. Bis das Essen kam hatte sich unser Magen an das Schaukeln gewöhnt. Für Kerstin gab es Scholle und Manuela nahm den Lachstatar. Gesättigt und platt vom Tag fuhren wir ins Hotel zurück und fielen ins Bett. 

Am nächsten Morgen fuhren wir nach dem Frühstück wieder in die City. Die Fahrt war heute flüssiger als gestern, naja Tessa kannte auch schon den Weg und Manuela versuchte nicht mehr zu kuppeln 😁

Als wir das Parkhaus verließen nieselte es stark, wieder einmal. Wir ließen uns davon nicht beirren und erkundeten neugierig die Altstadt (Haga), in der Künstler und andere Freigeister ihre handgeklöppelten Waren feilboten. Die Szenerie wurde hin und wieder von einem Vintage-Cafe unterbrochen. Die Wolken lichteten sich, die Sonne kam durch, das Wetter meinte es nun gut mit uns. Wir machten uns durch den Trädgårdsföreningen (Park) auf den Weg zur geplanten Bootstour durch die Kanäle.

 

Kerstin hatte sich einen Platz im vorderen Bereich und den Sitz an der Bordwand ausgesucht. Die Gischt spritzte ihr ein paar Mal ins Gesicht. Die Sonne schien. Was will man mehr?

Zu schnell war die kurzweilige Fahrt zu Ende meinte Kerstin, während wir unsere Brillen putzten. Wir beschlossen uns in der nächstgelegenen Einkaufsmeile (Kungsportavenyn) noch die Beine vor dem Essen zu vertreten, kehrten jedoch alsbald im Hardrock Cafe ein. Nach einem opulenten Mal das unser Kaloriendefizit ausglich, brachte uns Tessa heim und wir fielen todmüde ins Bett.

Das Pensum des nächsten Tages war überschaubar und so chillten wir nach dem Frühstück in der Sonne. Manuela wollte weiter die Sonne genießen, aber Kerstin schaffte es dann doch sie loszueisen. Heute stand ein Besuch des Cafe auf dem Utkiken aka Lippenstift im 22 Stock mit einem hervorragenden Blick auf Göteborg und das neue Viertel Lilla Bommen auf dem Plan. Vor Ort angekommen, teilte uns die Rezeptionistin mit, dass das Cafe im Erdgeschoss und nicht im 22sten Stock sei, aber man könne gegen einen kleinen Unkostenbeitrag auf die Aussichtsetage hochfahren und gerne nachher ins Cafe gehen. Wir fuhren also hoch und schauten von oben auf die Baustelle Göteborg, deren Auswirkungen wir bei der Parkhaussuche kurze Zeit vorher am eigenen Leib erfahren durften. Manuela war ganz baff, wie sich die Stadt verändert hatte, seit sie das letzte Mal hier war. Häuser wurden abgerissen um breiten Straßen Platz zu machen, die sich amerika-like umeinander schlängelten. Wir verließen das Gebäude ohne das Cafe zu besuchen. Und machten uns den ersten Merkposten für Herrn Baedecker. 🤨

Als nächstes Highlight stand der Innenhof des Rathauses auf dem Programm. Zweiter Merkposten für den Herrn: es gibt nichts Sehenswertes im Innenhof! Nicht mal der Innenhof ist architektonisch interessant. 70er Jahre würde ich schätzen.

Also schlenderten wir in Richtung Saluhallen (Markthalle) um Köstlichkeiten zu entdecken und Essen zu gehen. Dritter Merkposten für Herrn B.: taugt nur etwas bei Selbstverköstigung, ist nicht größer als die Kleine Markthalle in FFM und kann mit jedem großen gut sortierten Supermarkt mithalten.

Ein Abstecher in eine kleine Schokoladen-Manufaktur (Kronhusbodarna) versöhnte uns mit dem Tag. Wir verließen die Manufaktur mit reicher Beute, die wir bei Sonnenschein schnell nach Hause brachten. Wir beendeten den Tag so chillig wie wir ihn begonnen hatten.

26Mai
2019

Bald geht es los

Kerstin und ich sind schon ganz aufgeregt cool Die letzten Vorbereitungen laufen an.